Am vergangenen Wochenende zeigte die Eissportanlage all ihre Facetten: vom Trainingsbetrieb der Eissportvereine über den Öffentlichen Publikumslauf bis hin zur extra langen XXL-Eisdisco am Samstagabend. Fortsetzung am Sonntag mit Vorführungen und Mitmachstationen durch die Vereine, ergänzt um einen Festakt mit zahlreichen Ehrengästen, und zum Abschluss noch ein echter Eishockey-Krimi, der erst im Penaltyschießen entschieden wurde – mit dem besseren Ende für das heimische Team.

Die beiden Oberbürgermeister der Städte Neu-Ulm und Ulm, Katrin Albsteiger und Martin Ansbacher, waren beim Festakt voll des Lobes für die Freizeiteinrichtung, die in ihrer Größe und auch wegen des breiten Sport- und Freizeitangebotes in der Region ihres Gleichen sucht. Dass die Anlage auch nach 50 Jahren noch bestens besucht wird, zeigen die Zahlen eindrucksvoll: im vergangenen Jahr waren es über 82.000 Besucher, die auf dem Eis schwungvoll ihre Runden drehten, und allein an diesem Jubiläums-Wochenende waren insgesamt 3.500 Gäste auf der Eissportanlage.

Die damals top moderne Anlage wurde am 15. November 1975 eröffnet und hat sich seither zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Mit zwei Eisflächen, eine in der Eissporthalle und einer Freipiste im Außenbereich, bietet sie Platz für alle, die den Winterzauber auf dem Eis lieben – ob Anfänger, Profi oder mit der Familie. Die Anlage ist nicht nur ein Ort für sportliche Aktivitäten, sondern auch für Veranstaltungen wie die fast schon legendäre Eisdisco am Samstagabend.

„Die Eissportanlage ist für viele Ulmer und Neu-Ulmer weit mehr als nur eine Eisfläche – sie ist ein Ort der Begegnung, der Freundschaften und sie steht für unvergessliche Wintertage“, betonten die beiden Oberbürgermeister beim Festakt in der Eishalle und später noch einmal kurz vor dem Anpfiff des Bayernliga-Eishockeyspiel zwischen den Devils des VfE Ulm/Neu-Ulm und dem TEV Miesbach. Die beiden OBs fieberten, ausgestattet mit Jubiläums-Trikots, mit der Heimmannschaft mit und brachten Glück, denn die Devils gewannen denkbar knapp nach Penalty-Schießen mit 6:5.

Neben den Devils gibt es noch drei weitere Vereine, deren Heimat die Eissportanlage ist. Dies sind der ERC Ulm/Neu-Ulm – die “Huskies” (Hobby-Eishockey), der EHC Ulm/Neu-Ulm – die “Ice-Karoos” (Damen- & Hobby-Eishockey) sowie der EVU, der Eislaufverein Ulm/Neu-Ulm mit Schwerpunkt Eiskunstlauf.

Die Hälfte der Eiszeiten wird vom Betreiber der Eissportanlage, der Donaubad GmbH, den vier Eissportvereinen für Training und Wettkämpfe zur Verfügung gestellt, immerhin rund 40 Stunden pro Woche. Für die Vereine ist das bislang kostenfrei, denn die Städte tragen die Kosten für den Betrieb der Anlage. „Daran merkt man, wie wichtig den beiden Städten das Sport- und Freizeitangebot ist”, so die Donaubad-Geschäftsführer Sabine Gauß und Jochen Weis. „Für viele Menschen aus der Region ist die Eissportanlage eine echte Institution, mit viel Geschichte und noch mehr Geschichten. Unsere Besucher verbinden mit der Anlage schöne Erinnerungen – und das nun über mehrere Generationen hinweg”.
Mit Ausnahme der Fans des TEV Miesbach war von vielen Gästen zu hören: „Gratulation zu den ersten 50 Jahren, und viel Glück für die nächsten“. Die beiden Oberbürgermeister und auch die Donaubad-Geschäftsführung nahmen diese Glückwünsche gerne entgegen und versprachen gleichlautend, auch in Zukunft für ein attraktives Eissport-Angebot in der Doppelstadt sorgen zu wollen.

Info:
Auf der Donaubad-Homepage hier ist das Programm der gesamten Jubiläums-Saison 2025/2026 zu finden, ebenso wie das SPAZZ-Sonderheft, das anlässlich des Jubiläums erstellt wurde. Außerdem findet man dort einen Jubiläumsfilm mit historischem Rückblick, aber auch Angaben zum hier und jetzt, nämlich die tagesaktuellen Öffnungszeiten für den Öffentlichen Publikumslauf. Denn wegen des Trainings- und Wettkampfbetriebes kann es immer wieder zu Änderungen kommen.

Zum Hintergrund einige Schlaglichter der Ulmer und Neu-Ulmer Eislauf-Geschichte:

  • Wer in den Archiven sucht, findet bereits im Jahr 1949 Berichte, in denen die Plätze des Tennisclubs Neu-Ulm von der Feuerwehr im Winter mit Wasser geflutet wurden, um Flächen für den Eissport zu haben.
  • 1953 wurde in der Doppelstadt der erste Eissport-Verein, der EC Ulm/Neu-Ulm e.V., gegründet.
  • 1975: Eröffnung der Eissportanlage, damals noch mit nur einer Piste im Außenbereich. Eröffnet wird die Anlage feierlich durch die beiden Oberbürgermeister der Doppelstadt, mit einer Showeinlage durch den späteren Doppel-Europameister Norbert Schramm.
  • 1980: Erweiterung um einen neuen Eingangskomplex, zusätzliche Umkleidebereiche mit Schließfächern und 470 neuen PKW-Parkplätzen.
  • 1982: Die zweite Eisfläche, damals noch im Freien und ohne Dach, wird in Betrieb genommen.
  • 1990: Nach knapp 2 Jahren Bauzeit wird die neue Eissporthalle, die über die zweite Eisfläche gebaut wurde, eröffnet.
  • 1996: Ammoniak-Unfall durch ein Leck in der Kälteanlage – mehrwöchige Reparaturarbeiten sind erforderlich.
  • 2007: Nach zweimaliger Überschwemmung wegen Hochwassers Bau einer Hochwasserschutzmauer – um das Donaubad und die Eissportanlage zu schützen.
  • 2012: Erstmals gibt es ganzjährig Eis in der Eissporthalle – Eishockey und Schlittschuhlaufen sind auch im Sommer möglich.
  • 2016: Die Städte Ulm und Neu-Ulm gründen die Donaubad GmbH. Das Donaubad übernimmt neben dem Erlebnisbad und dem Freibad auch den Betrieb der Eissportanlage.
  • 2018: Mehrmonatige Sanierung der Dachkonstruktion der Eissporthalle.
  • 2020 – 2022: Während der Corona-Pandemie Sportbetrieb nur eingeschränkt möglich, zeitweise sogar komplett geschlossen.
  • 2021: In der Eissporthalle wird im Sommer ein spezieller Sportboden verlegt, damit ist nun im Sommer ein “eisfreier” Sportbetrieb möglich.
  • 2023: Im Sommer findet hier die Finalrunde um die Deutsche Inlinehockey-Meisterschaft statt.
  • 2024: In der Eissporthalle wird eine neue und energiesparende LED-Beleuchtung installiert.
  • 2025: Feier des 50jährigen Bestehens der Eissportanlage mit einer Jubiläums-Saison voller Aktionen und Sonderveranstaltungen.